Die steirische AK-Vollversammlung startete mit einem Gastreferat zum Thema KI. Josef Pesserl nutzte dieses Thema auch als Einstieg in seine Rede als AK-Präsident. Er argumentierte, sich kurz fassen zu wollen, es seien ohnehin viele Themen über Anträge und Resolutionen abgedeckt. Mit diesem Kniff vermied er es, über die aktuellen Belastungspakete zu sprechen.
Sehr wohl Platz in seiner Rede hatte, was mit dem Parkettboden aus der Otto-Möbes-Akademie passiert. Das Bildungshaus der steirischen AK wird aktuell umgebaut und der alte Boden wurde entfernt, verkauft und wiederverwendet.
Georg Erkinger sprach in seiner Wortmeldung die Verschlechterungen bei der Arbeitslosenversicherung und beim Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) an. Der GLB-Fraktionsvorsitzende kritisierte, dass es einerseits Verschlechterungen bei den Leistungen der Arbeitslosenversicherung gibt und andererseits Geringverdiener:innen höhere Beiträge zu leisten haben. Ebenso bemängelte er, dass die Familienbeihilfe nicht inflationsangepasst wird und die Unternehmen im Gegenzug über einen niedrigeren Beitrag zum FLAF weiter entlastet werden.
Neben Anträgen zu Familienleistungen und Arbeitslosenversicherung stellte der GLB eine Resolution zum Asbest-Skandal. Hier forderte AK-Rat Wolfgang Schwab in seiner Wortmeldung von der Bundesregierung Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten und der Allgemeinheit. Michaela Bigler sprach sich in ihrer Wortmeldung zum entsprechenden GLB-Antrag für eine Rücknahme der Verschlechterungen bei den Förderungen des Landes Steiermark für Kinderferienaktivwochen aus.
Diese Anträge wurden wie auch der Antrag zur Verbesserung der steirischen Pendlerbeihilfe angenommen. Ebenso angenommen wurde ein auf GLB-Initiative gemeinsam mit FSG und AUGE gestellter Antrag gegen einen Kahlschlag bei der steirischen Kulturförderung, der mit der Abschaffung der ORF-Landesabgabe droht, da die Gegenfinanzierung immer noch unklar ist.
Ein Bericht von Georg Erkinger, AK-Rat in der Steiermark